Arne Kohlweyer

Ostkind

Roman

Dann ist da die Sache mit drüben, von der alle meinen, ich sei zu jung, um sie zu verstehen

1992, am östlichen Rand Berlins: Der neunjährige Marko hat es endgültig satt, wie ein kleiner Junge behandelt zu werden und will allen beweisen, wie erwachsen er sein kann. Er schreibt eine Liste mit Dingen, die man macht als Erwachsener: Kaffee trinken, dicke Bücher lesen, den Walfang stoppen, rauchen und Anna heiraten. Anfangs läuft bei der Umsetzung noch alles nach Plan, doch das Erwachsensein stellt Marko zusehends vor größere Probleme. Ostkind ist ein tragikomischer Roman aus der Sicht eines Jungen, der jener Generation angehört, die alt genug war, um von den Umwälzungen der Wiedervereinigung betroffen zu sein, doch zu jung, um sie real zu begreifen. Seine kindliche Unschuld und seine Fragen bringen die Erwachsenen immer wieder in Verlegenheit, sorgen aber auch für unfreiwillige Komik.

Arne Kohlweyer

Arne Kohlweyer wurde 1981 geboren und wuchs in Berlin-Hohenschönhausen auf. 2008 schloss er sein Studium in Filmregie an der FAMU in Prag ab. Er hat mehrere Kurzfilme realisiert, zuletzt DRÜBENLAND (u. a. ausgezeichnet als Bester Europäischer Film beim Flickerfest in Sydney). Zudem führte er Regie bei TV-Auftragsproduktionen für das deutsche Fernsehen und wurde 2017 als Autor und Regisseur für den Grimme-Preis nominiert. Seine Drehbücher für Kinospielfilme haben es 2017 und 2020 jeweils auf die Shortlist für den Deutschen Drehbuchpreis geschafft.

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