Raymond Radiguet

Den Teufel im Leib

Ein preisgekrönter Klassiker – Übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel

Der fünfzehnjährige François verliebt sich in die achtzehnjährige Marthe, deren Ehemann im Ersten Weltkrieg kämpft. Trotz der Aussichtslosigkeit ihrer Beziehung und gegen jeden Widerstand geraten die beiden in einen heftigen Strudel aus Begehren und Leidenschaft. Dass ihre Affäre zum Scheitern verurteilt ist, wissen sie, aber voneinander lassen können sie nicht. Mit siebzehn Jahren vollendete Raymond Radiguet dieses Meisterwerk, das von der skandalösen Liebe zwischen einem Minderjährigen und ­einer verheiraten Frau erzählt. Der Roman verschaffte Radiguet glühende Bewunderer wie Jean Cocteau, Max Jacob oder Paul Valery und besticht bis heute durch seine Radikalität und seinen psychologischen Scharfblick.

Hinrich Schmidt-Henkel, hoch gelobt für seine Neuübersetzung von Célines »Reise ans Ende der Nacht«, hat den 1923 veröffentlichten Roman von Raymond Radiguet in einem neuen Ton in die heutige Zeit übertragen.

Raymond Radiguet

Raymond Radiguet wurde 1903 geboren. Als Fünfzehnjähriger ging er von der Schule ab. Früh verließ er sein Elternhaus und bewegte sich in Pariser Künstlermilieus, wo er Gedichte, Zeichnungen und Artikel veröffentlichte. In jungen Jahren wurde er durch »Den Teufel im Leib« berühmt. Sein erfolgreicher Roman wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. Auch sein Tod ereilte ihn früh, als er mit nur 20 Jahren dem Typhus erlag.